Mesmerismus – Mythos oder ernsthafte Wissenschaft? Teil 3

So famos Mesmers Demonstrationserfolg war, genauso brachte er die Wiener Ärzteschaft gegen sich auf, als er 1777 die hießige prominente Pianistin Marie Theresie Paradis mit seiner Heilmethode behandelte. Sie war seit der frühesten Kindheit erblindet und galt unter der Elite der Wiener Mediziner als aussichtsloser und hoffnungsloser Fall. Als es Mesmer auch hier gelang, mit seiner Heilmethode aufsehenerregende Erfolge zu verzeichnen, rief es den Neid und die Missgunst derer auf den Plan, welche ihre Kompetenz, Ansehen und Ruhm durch Mesmers Erfolg gefährdet sahen.

Die Angst vor einer vermeintlichen Blossstellung, sowie die Furcht der Eltern der Pianistin vor der drohenden Unsicherheit beim Klavierspielen aufgrund der immer mehr zunehmenden Sehkraft, führte dazu, dass Mesmer des Betruges bezichtigt und die Behandlung abgebrochen wurde. Vorsichtshalber verließ Mesmer Wien und suchte in Paris Zuflucht, wo er in kurzer Zeit eine große Berühmtheit wurde.

Paris, damals eine Stadt der Superlative und Sensationen, ist für Mesmer ideal, seine neuartige und völlig unorthodoxe Behandlungsmethode zu demonstrieren. Schnell mausert er sich zum medizinischen Superstar, bei welchem die einflussreichsten Personen und auch der Hochadel in seiner Praxis ein- und ausgingen. Inzwischen hatte Mesmer auch eine völlig neue Apparatur für seine Heilmethode erfunden – das Baquet.

Meersburg am Bodensee
Blick auf das Heilig-Geist Spital in Meersburg, in welchem Franz Anton Mesmer am 5. März 1815 starb.

Das Baquet muss man sich als einen Zuber oder Holzfass vorstellen, welcher mit magnetisierten Glasflaschen und allen möglichen Gegenständen aus Eisen gefüllt war. Über Eisenstäbe und Hanfschnüre leitete Mesmer die im Heilzuber gespeicherte Energie auf die um den Zuber positionierten Patienten. Dies dürfte man auch als die Geburtsstunde der Gruppentherapie bezeichnen.

Die Wirkung war umwerfend. Die Patienten erlebten alle emotionalen Gefühlszustände bis hin zur Bewußtlosigkeit. Nach mehrfachem Einsatz der Heilmethode zeichnete sich bei den Patienten eine verblüffende Heilung ab. Von nun an avancierte Mesmer zu einer internationalen und interkontinentalen Berühmtheit. Allerorts werden Vereinigungen und Verbindungen aus dem Boden gestampft, welche Mesmers Lehre verbreiteten, publizierten und erweiterte Heilmethoden daraus entwickelten, die wiederum auch trotz Mesmers Widerstand sehr erfolgreich waren.

Die französische Revolution fand statt und Mesmers Stern versank plötzlich und verschwand von der Bildfläche. Mesmers Theorien waren immer heftigst kontrovers diskutiert und kritisiert worden. Zudem verlor er einen Freund und Bekannten nach dem anderen durch diverse Hinrichtungen und zieht, sich ernsthaft bedroht fühlend, zurück in den Thurgau. Nach häufigem Wohnsitzwechsel findet er wiederum in Meersburg einen steten Aufenthaltsort, an welchem er weiterhin erfolgreich praktizierte.

Kurz vor seinem Tod, am 5. März 1815 im Spital in Meersburg, wurde er noch von der Berliner Akademie mit zwei Bänden geehrt, welche eine von Karl Christian Wolfahrt (1778 – 1832) verfasste Zusammenfassung und Kommentar zur „Theorie und Anwendung des tierischen Magnetismus“ enthielt. Fast eineinhalb Jahre nach dem Tod Mesmers, wurde Mesmers Theorie nach monatelanger Prüfung von der Berliner Akademie weitgehendst anerkannt.

Die Lehren und Theorien von Franz Anton Mesmer haben bis heute Gültigkeit und liefern Lösungsansätze in der Psychotherapie, bei Hypnosemethoden und sonstigen alternativen Heilverfahren. Auch namhaften Autoren, Dramaturgen und Schriftstellern lieferte Mesmer faszinierende Inspirationen.

Quellennachweis: „Schwäbische Heimat“ 2015/1 S. 31 – 37 (Thomas Knubben)

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Mesmerismus – Mythos oder ernsthafte Wissenschaft? Teil 2

Der Einfluss des Magnetismus auf den menschlichen Organismus wurde schon gegen Ende des Mittelalters in der medizinischen Fachliteratur debattiert. Zu jener Zeit pries Paracelsus (1493 bis 1541) diese Magnetisierungswirkung an. Dieses Gedankengebäude wurde von Mesmer in die Weltanschauung der aufbrechenden Aufklärung übertragen und erzielte beeindruckende Ergebnisse. Mesmer bezeichnete es kurzerhand als Animalischen Magnetismus.

An engraved vintage illustration portrait image of Sir Isaac Newton the famous English physicist, from a Victorian book dated 1847 that is no longer in copyright
Isaac Newton (1643 – 1727)

Die Bezeichnung Animalischer Magnetismus hat aber mit Mesmers Entdeckung höchstens ansatzweise etwas zu tun, denn weder animalisch noch Magnetismus wie sie von natürlichen Steinen, Mineralen oder Metallen ausgeht, können der von Mesmers beschriebenen Wirkungsweise gerecht werden. Tatsächlich meint er das allesdurchdringende Fluidum, diesen überall präsenten Äther, der auch für die Wissenschaftler heutzutage nicht wirklich greifbar ist, den man einfach nur um- bzw. beschreiben kann. Dieselbe Kraft, mit welcher man die Kraft der Suggestionen beschreiben kann und die Methode der Hypnose erst möglich macht.

Wie schon in Teil 1 dieses Artikels erwähnt, bediente sich Mesmer für sein Gedankenexperiment der zeitgenössischen, populären Erkenntnisse aus der Naturwissenschaft. Die Gravitationslehre von Newton und die neuesten Erkenntnisse der Elektrizitätsforschung waren wegweisend für die von Mesmer entwickelte Heilmethode. In seiner Wiener Doktorarbeit behandelte er bereits die Wirkung der Gravitationen der Gestirne auf den menschlichen Organismus. Die zur damaligen Zeit revolutionäre Logik: Wenn Sonne und Mond Ebbe und Flut erzeugen, beeinflussen diese auch Lebewesen!

Damit diese gegenseitige Beeinflussung erst überhaupt möglich sein kann, bedarf es eines Mediums, einer Art gewichtsloser Masse. Diesen Austausch, welcher zwischen den Planeten und der Erde, zwischen aller anorganischer und organischer Materie, somit auch zwischen allen Lebewesen besteht, nennt Mesmer Magnetisieren.

Äquivalent dazu macht Mesmer auch auf das Prinzip der Reibungselektrizität aufmerksam, welche Körper magnetisch auflädt und Blockaden löst, welche nach der damaligen Lehrthese der Ursprung aller Krankheiten galt. De facto gelang es Mesmer, Kranken ihrer Leiden zu entledigen. Vorrangig geistig komplett auf den Kranken fokussiert, den Körper des Patienten mit der flachen Hand bestreichend und den Patienten mental mit einem Eisenstab oder dem bloßen Finger fixierend und dabei als Geräuschkulisse Glasharmonikamusik, verzeichnete Mesmer fulminante Erfolge.

Möglich wäre, dass man heutzutage diese Kraft der dunklen Materie oder dunklen Energie zuschreiben darf. Die Existenz von dunkler Materie war jahrzehntelang nur ein Gedankenkonstrukt aus der Kosmologie, wurde aber von dem Japaner Takaaki Kajita und dem Kanadier Arthur Mc Donald nachgewiesen, weshalb sie 2015 den Nobelpreis bekamen.

Daß Mesmer seine Fähigkeiten bei dermaßen erfolgreichen Heilsitzungen außerhalb seines bekannten Wirkungsbereiches unter Beweis stellen musste, war lediglich nur eine Frage der Zeit. So begab es sich, daß Mesmer vom Fürstbischof von Konstanz, Kardinal Franz Conrad von Rodt, zu einem Duell mit dem bekannten Exorzisten und Wunderheiler Pfarrer Johann Josef Gaßner (1727 – 1779) geladen wurde. Dem Fürstbischof war das geistliche Theater mit viel künstlichem Brimborium und Hokuspokus von Gaßner ein Dorn im Auge und wollte auf diesem Wege diesen Mummenschanz beenden.

Das eigentliche Grundprinzip mit welchem Gaßner arbeitete unterschied sich eigentlich kaum von dem Mesmers. Dieser reiste um 1775 nach München, wo er vor dem Kurfürsten und der Akademie der Wissenschaften durch sein beispielloses Können wie Gaßner mindestens die selben Erfolge erzielte, allerdings ohne dieses zusätzliche exorzistische Gehabe. Da dieses Gehabe aber Gaßners scheinbares Zentrum seiner Praktiken darstellte und Mesmer ohne diesen Gehabes auskam, war sozusagen bewiesen, daß Gaßners Exorzismus, welches Zaubersprüche und Segnungen enthielt, mehr oder weniger völlig überflüssig war.

Das eigentliche Problem, welches Gaßner plötzlich hatte, war der Ersatz des geistlich kirchlichen Erklärungsmodells durch ein wissenschaftliches. Gaßners Laufbahn war damit fast schlagartig beendet. Durch Mesmers Entzauberung der exorzistischen Praktiken stieg Mesmer selbstverständlich im Ansehen und wurde zum Günstling und ordentlichen Mitglied der Kurbayerischen Akademie der Wissenschaften.

 

Quellennachweis: „Schwäbische Heimat“ 2015/1 S. 31 – 37 (Thomas Knubben)

Interessante Links zu diesem Thema: Beweise für Existenz des 6. Sinns im Gehirn (in englisch)

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Mesmerismus – Mythos oder ernsthafte Wissenschaft? Teil 1

Portrait of Franz Mesmer
Franz Anton Mesmer (1734 – 1815)

Der Begriff Mesmerismus leitet sich vom Namen des Entdeckers Franz Anton Mesmer ab, welcher am 23. Mai 1734 in Iznang bei Radolfzell am Bodensee geboren wurde. Mesmer genoss die Berühmtheit eines Arztes und Therapeuten zu Zeiten kurz vor der französischen Revolution in Europa und auch in Übersee.

Der Mesmerismus, auch animalischer Magnetismus genannt, ist eine dem Elektromagnetismus ähnliche analoge Kraft, welche nach Mesmers Theorie jedem Menschen innewohnt. Die daraus entwickelte Heilmethode wurde von Mesmer hauptsächlich in diversen Hypnosetechniken eingesetzt.

Mesmer verwendete für seine Theorie die für seine Zeit populären Erkenntnisse aus der Physik, wie z.B. Gravitation, Magnetismus und Elektrizität. Stark beeinflusst wurde Mesmer nach eigenen Angaben von Isaac Newton. Wie auch dieser ging Mesmer von einer bestimmten Form Äther, einer alles durchdringenden Kraft, welche gewissen gravitativen Gesetzen unterliegt und zwischen jedem beliebigen lebendigen Körper existiert. Diese Kräfte in die richtigen Bahnen gelenkt, erzeugen nach Mesmers Auffassung die heilende Wirkung.

Daß diese Theorie unter Mesmers Kollegen größtenteils nicht unbedingt auf Gegenliebe stieß, ist wohl um diese Zeit mehr als verständlich. Vielmals wurde er als Quacksalber, größenwahnsinnig und inkompetenter Spinner verspottet und abgelehnt.

Justinus Kerner (1786 – 1862), ein Arzt und Dichter aus Weinsberg (Nähe Heilbronn),beschrieb seinen Kollegen Mesmer als einen merkwürdigen, ja noch oft mißkanten Mann. Er selbst wurde als 11-jähriger Junge vom Heilbronner Arzt Dr. Eberhard Gmelin (1751 – 1809) erfolgreich einer mesmeristischen magnetischen Kur unterzogen.

Samuel Hahnemann (1755 – 1843), schlechthin der Begründer der Homöopathie, welcher auch ein eigenes Lehrbuch verfasste („Organon der Heilkunst“) und damals zeitgenössisch auch als Standardwerk galt, beschrieb Mesmers Theorie des Thierischen Magnetismus als ein wundersames, unschätzbares, dem Menschen verliehenes Geschenk Gottes.

Auch Arthur Schopenhauer (1788 – 1860) ließ verlauten, dass vom philosophischen Standpunkt aus betrachtet, der Mesmerismus die inhaltsschwerste aller jemals gemachten Entdeckungen bezeichnet, wenn er auch einstweilen mehr Rätsel aufgibt als löst.

Bereits in der Schule fiel dem Dorfpfarrer die schnelle Auffassungsgabe des kleinen Franz A. Mesmer auf. Es war schon fast selbsterklärend, welchen ungewöhnlichen Bildungsweg Mesmer im Laufe seines Lebens einschlug. Schon mit 16 Jahren kam er über das Jesuitenkolleg in Konstanz auf die Jesuitenuniversität nach Dillingen, weitere 4 Jahre später besuchte er die bayerische Landesuniversität in Ingolstadt. Dort studierte er Philosophie und Theologie und schloss sein Studium auch mit einem Doktortitel in Philosophie ab. Mesmer entschließt sich zu einem weiteren Studium der Medizin in Wien. Hier, in der medizinischen Fakultät, war die Elite von Ärzten und Professoren anzutreffen, welche für das gesundheitliche Wohl der Kaiserfamilie zuständig war. 1766 wurde ihm auch das medizinische Doktordiplom verliehen.

Mesmer heiratete in Wien Maria Anna von Posch, geborene von Eulenschenk und bewohnte mit ihr deren prunkvolles Familienanwesen, welches sich schnell zu einem beliebten Treffpunkt für Kunst und Wissenschaft in Wien mauserte. Leopold Mozart mit seinem bereits berühmten Sohn Wolfgang Amadeus gaben sich dort unter anderem mit Joseph Haydn, Willibald Gluck und Franz Xaver Messerschmidt gegenseitig die Klinke in die Hand. Dieses Anwesen ist gleichzeitig Mesmers ärztliche Praxis.

Anfangs praktizierte Mesmer in seiner Praxis auch genauso wie man es seiner Zeit an den medizinischen Universitäten lehrte. 1774 sollte eine von ihm entwickelte neue Heilmethode für allgemeines Aufsehen sorgen, welche wegweisend für sein weiteres Leben sein sollte – die Heilung durch Magnetismus. Damals absolut revolutionär und genauso kontrovers diskutiert.

 

Quellennachweis: „Schwäbische Heimat“ 2015/1 S. 31 – 37 (Thomas Knubben)

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Gewichtsreduktion

Um sein Körpergewicht zu verringern, ist es notwendig, dem Körper weniger Energie in Form von Nahrung und bestimmten gehaltvollen Getränken zuzuführen und dabei gleichzeitig den Stoffwechsel anzuregen. Diese verringerte Energiezufuhr muss dabei zwingend das Niveau des Grundumsatzes des Energiebedarfs wie etwa die Aufrechterhaltung der Körperfunktionen, und sämtliche körperlichen Aktivitäten unterschreiten.

Dies kann beispielsweise durch Reduzierung und/ oder Umstellung der Nahrungsaufnahme, Vermeidung bestimmter Zusatzstoffe und körperlichen Aktivitäten wie Sport & Fitness, Arbeit etc. erreicht werden. Da diese Massnahmen zur Gewichtsreduzierung nun mehr oder weniger ein bestimmtes Mass an Selbstdisziplin erfordern, kann hier der Gewichtsreduzierung mit Hilfe von Hypnose signifikant unter die Arme gegriffen werden.

Es ist daher der Sachverhalt logischerweise so zu verstehen, dass nicht durch die Hypnose selbst die Gewichtsreduktion stattfindet. Man kann die Pfunde, welche zuviel sind, nicht einfach weghypnotisieren. Trotz dieser einfach zu verstehenden Logik, wird uns gegenüber immer wieder die Erwartungshaltung entgegengebracht, dass nach der Sitzung plötzlich ein paar Pfunde fehlen. Dies ist definitiv nicht der Fall!
Es sollte daher immer eine Balance aus Eigeninitiative und Gewichtsreduktionshypnose bestehen.

Die Hypnose unterstützt mit Hilfe des Unterbewusstseins die Einstellung welche notwendig ist, um diverse Maßnahmen zur Gewichtsreduzierung zu ergreifen. Um dies zu realisieren, wird in einem umfangreichen Anamnesebogen, die Vorlieben bzw. Essgewohnheiten und körperlichen Aktivitäten ermittelt und mit Rücksprache des Klienten der individuelle Suggestionstext erstellt.

Bei kleineren Gewichtsreduktionen unter 10 kg sollte eine einmalige Hypnosesitzung reichen. Bei größeren Zielen sollten die Sitzungen ab und zu aufgefrischt bzw. erneuert werden. Ruhen Sie sich nicht auf der 21-Tage-Regel aus, denn diese greift nur in den allerseltensten Fällen (für weitere Infos bezüglich der 21-Tage-Regel klicken Sie hier).

Regression/ Rückführung

Hier handelt es sich um eine besondere Form der Psychotherapie, welche ihre Wurzeln in den ältesten spirituell-philosophischen Weltanschauungen hat. Die moderne Psychologie, welche unter anderem deterministisch bzw. zwingend auf der klassischen tiefenpsychologischen Psychotherapie basiert, macht sich dieses uralte Wissen zu Nutze.

Viele unerklärliche Phänomene wie chronische Kopfschmerzen, für die es keine medizinische Erklärung gibt und auch nicht nachweisbar sind, können ihre Ursachen bzw. Entstehung in der frühesten Kindheit oder in vergangenen Leben haben. Oftmals ist es dann so, dass das Erleben der Ursache des Gebrechens, ob assoziativ (man erlebt es sozusagen vollkommen selbst) oder dissoziativ (man betrachtet sich selbst von außen wie man im Kino einen Film betrachtet) zu einer Auflösung des Gebrechens führt.

Wie das detailgenau geschieht, ist momentan nicht erforscht und somit noch nicht bekannt. Wie bei vielen Phänomenen, welche aus der Parapsychologie bekannt sind, sucht man verstärkt die Erklärungsansätze in der Quantenmechanik. Aber auch in anderen Bereichen existieren diverse Erklärungsansätze.

Die allererste und allgemein akzeptierteste Erklärung ist wohl die Hypothese der Seelenwanderung, bei welcher die Seele nach dem Zeitpunkt des Todes ins Jenseits wandert, um von dort einen neuen Körper zu finden. In diesem neuen Leben eröffnen sich neue Chancen und Möglichkeiten, höheres Wissen und mehr Reife zu erlangen. Im Hinduismus geht man weiterhin davon aus, dass die Qualität dieses neuen Lebens von der Ethik des letzten Lebens abhängt – sprich: Hatte man ein sehr leidvolles, entbehrungsreiches, schicksalgebeuteltes Leben, so wird man im nächsten Leben mit dem genauen Gegenteil belohnt bzw. entschädigt. Somit ist auch das Kastenverhalten der Hindus erklärbar. Je besser das Leben, umso höher die Kaste (gesellschaftlicher Status). Dies sollte als grober Umriss genügen.

Des Weiteren existiert die Vorstellung, dass ein Leben nach dem Tode ein anderes Leben anstößt, wie bei einem Billardspiel. Das bedeutet, dass es sich nicht um die selbe Seele handelt. Hier geht es eher um eine deterministisch-logisch orientierte Abfolge von unterschiedlichen Leben. Diese Vorstellung ist insbesondere im Buddhismus zu finden. Hierzu heißt es in der Milindapanha, einem der buddhistischen Schule des Theravada zugeordneten Pali-Text (4. bis 5. Jahrhundert):

„Wieso aber, o Herr, kann es Wiedergeburt geben ohne eine Seelenwanderung? Erkläre mir dies.
Wenn zum Beispiel, o König, ein Mann eine Lampe an einer anderen Lampe anzündet, würde da wohl das Licht der einen Lampe zur anderen Lampe hinüberwandern?“
Nicht doch, o Herr.
Ebenso auch, o König, wird man wiedergeboren, ohne daß dabei irgend etwas hinüberwandert.“

                                                                                                                                                                      (Nagasena: Mil. 3.2.5. Wiedergeburt ohne Seelenwanderung)

Außerdem basiert eine Hypothese von Rupert Sheldrake auf einem morphogenetischen Feld, welche er im Jahre 1981 aufstellte und sich mit Carl Gustav Jungs Hypothese vom Kollektiven Unbewussten weitgehendst kongruent verhält. In diesem einer Art allwissenden Bewusstseinsfeld sind sozusagen diverse Erinnerungen sämtlicher Seelen enthalten, welche beim Anzapfen unter Hypnose an die Oberfläche geholt werden können. Dies bedeutet allerdings auch, dass die Erinnerungen an frühere Leben nicht zwangsläufig der eigenen Seele zuzuschreiben sind. Diese können sehr wohl zum eigenen Leben passen, da das Unterbewusstsein sich die Leben anderer Seelen nach logischen Aspekten aussucht.

Erklärungsansätze gibt es wie Sand am Meer. Wie die Erklärungsansätze auch aussehen mögen, Fakt ist, dass mit Regression, Rückführung und Reinkarnationstherapie nachweislich Ängste, Phobien, Krebs, Ausschläge u.v.m. geheilt wurden. Diese Tatsachen legen zwingend den Verdacht nahe, dass karmische Lasten wie z.B. traumatische Erlebnisse, ins nächste Leben übertragen werden.

Wir haben bei unseren Klienten mitunter die eine oder andere recht spektakuläre Erfahrung gemacht, welche sogar diverse Charaktereigenschaften erklärten. Dies war von dem Aspekt her ungewöhnlich, da z.B. Erfolglosigkeit, Armut usw. vorherrschten, obwohl der Klient von Kind an auf Selbstdisziplin, Taktgefühl, Persönlichkeitsstärke, Zielorientierung, Resilienz (psychische Widerstandskraft) usw. konsequent erzogen wurde und nicht den Eindruck erweckte, dies in der Kindheit als belastend zu empfinden. Ganz im Gegenteil, die Kindheit verlief glücklich.

Natürlich lässt sich nicht leugnen, dass solche Erklärungsansätze äußerst weit hergeholt und esoterisch wirken. Aber die Vergangenheit hat schon oft bewiesen, dass man die scheinbar logische, nüchterne, objektive Wissenschaft, die Esoterik und sonstige spirituell-philosophischen Strömungen schon längst nicht mehr trennen kann.
Wissenschaft ohne Religion ist lahm. Religion ohne Wissenschaft ist blind.

Albert Einstein (1993: Duden Zitate und Aussprüche, ISBN 3411041218, Seite 690 Duden Verlag)

Anton Zeilinger, seines Zeichens einer der renommiertesten Quantenphysiker unserer Zeit, äußert sich folgendermaßen:

Eines der interessantesten Phänomene der Quantenphysik ist die Verschränkung. Sie besagt, dass zwei (oder auch mehr) Quantenteilchen auf viel engere Weise miteinander zusammenhängen können, als dies nach der klassischen Physik möglich ist. Eine Messung an einem Teilchen ändert sofort den Quantenzustand des anderen, unabhängig von der Entfernung zwischen beiden. Diese Zusammenhänge können nicht durch Eigenschaften, die diese Teilchen lokal für sich selbst tragen, erklärt werden.

Anton Zeilinger, Einsteins Spuk (ISBN-13: 978-3570006917)

Unterm Strich bedeutet das, dass nichts unmöglich ist. Nichtsdestotrotz sollte man bei aller Begeisterung für das Thema mit einem gewissen Respekt der Rückführung begegnen. Bei einer Rückführung können ohne diverse Sicherheitsvorkehrungen in den Suggestionen mitunter Re-Traumatisierungen durch das nochmalige Durchleben des einstigen Traumas hervorgerufen werden. Um dies zu vermeiden, erfordert es vom Hypnotiseur/ Hypnotherapeuten eine gewisse weise Voraussicht in der Entwicklung des Regressionserlebens des Klienten, Fingerspitzengefühl und Erfahrung.

Suggestiv muß für den Klienten eine Atmosphäre der absoluten Sicherheit geschaffen werden. Er muß sich absolut sicher sein, dass ihm beim Durchleben bzw. Herantasten an das negative Ereignis absolut nichts passieren kann – totale Kontrolle des vermeintlichen Risikos.

Nur so bekommt man einen ungetrübten Einblick in das momentane Disaster bzw. in den negativen Glaubenssatz des Klienten, um jenen in der Gegenwart aufzulösen. Bei allem Enthusiasmus für die Erfolgschancen sollte man bedenken, dass ein gewisser False-Memory-Effect auftreten kann. Dabei handelt es sich um konstruierte Erinnerungen vom Unterbewusstsein, die mit dem tatsächlichen Geschehen nichts zu tun haben. Das kann beispielsweise aus Selbstschutz eintreten und/ oder der Klient hat das Geschehen zu dissoziativ betrachtet.

Wenn das Unterbewusstsein des Klienten mehr assoziativ arbeitet, ist die Chance auf eine unverfälschte Erinnerung höher und somit auch die Erfolgschance auf eine Auflösung des negativ gesetzten Glaubenssatzes eher wahrscheinlich.

Selbstverständlich birgt die Regression bzw. Rückführung noch viel mehr Möglichkeiten für die Behandlung bzw. Therapie von Klienten als die Ursachenforschung bei Problemen, deren Ursprung in der frühesten Vergangenheit des momentanen Lebens oder in früheren Leben stattfanden.

Sie findet auch in der Kriminalpsychologie ihre Anwendung. Somit konnten Tathergänge und Verbrechen rekonstruiert und aufgeklärt werden, welche unmöglich mit den herkömmlichen, konventionellen Mitteln hätten aufgedeckt werden können. Eines der populärsten Beispiele, welche auch durch die Medien gingen, ist wohl der spektakuläre und vor allem tragische Verkehrsunfall auf der A5 nördlich von Karlsruhe Richtung Frankfurt am 14. Juli 2003, bei welchem eine 21-jährige Mutter mit ihrer 2-jährigen Tochter den Tod fanden.

Hierzu wurden in Karlsruhe bei den kriminaltechnischen Untersuchungen in diversen Verhören Zeugen vernommen, dessen Ergebnisse zunächst nicht von Erfolg gekrönt waren. Erst nach einer diversen Regressionssitzung eines Zeugen konnten bestimmte Bereiche des Nummernschildes und Teile des unfallverursachenden Fahrzeugs rekonstruiert werden, welche zum wahren Unfallverursacher führten – nämlich zum Testfahrer  von Mercedes.

Da an diesem Tag zwei Testfahrer von Mercedes unterwegs waren, war zunächst nicht klar, welcher der beiden Testfahrer der Unfallverursacher war. Eindeutige Hinweise auf die Auspuffanlage während der Regressionssitzung einer der Zeugen führten letztendlich zum Geständnis des Schuldigen, nachdem er mit den Ergebnissen konfrontiert wurde.

Des Weiteren wird die Regression/ Rückführung auch in der Hypnoanalyse erfolgreich angewandt, um gegenwärtigen Problemen von Klienten auf dem Grund zu gehen. Es ist nur logisch und selbsterklärend, dass diese Art der Hypnosebehandlung in seinen Anwendungsmöglichkeiten schier unbegrenzt und mit anderen Hypnosebehandlungen kombinierbar ist.

Solch eine Sitzung kann durchaus mehr als 2 Stunden dauern. Deshalb sollten Sie sich bei einer Entscheidung für eine solche Sitzung für diesen Tag keinen weiteren Termin einräumen.

Hier ist ein recht beeindruckender Fernsehbericht über eine Reinkarnationssitzung, in welcher eine Klientin als Reinkarnation der heiligen Elisabeth, die Historie ebendieser Person und die baulichen Gegebenheiten ihrer Wirkungsstätte lückenlos wiedergeben kann:

Rauchentwöhnung

Von allen Hypnoseanwendungen ist die Rauchentwöhnung die wohl am meisten praktizierte. Grob „über den Daumen gepeilt“ stehen die Erfolgschancen für ein rauchfreies Leben bei 85% und besitzt somit in der Statistik für erfolgreiche Hypnoseanwendung einen sehr hohen Stellenwert.

Um diese Erfolgschancen kontinuierlich beizubehalten, bedarf es zwingend einiger Voraussetzungen, welche sorgfältig eingehalten werden müssen.

Zu allererst sollte eine absolut präzise Anamnese durchgeführt werden. Hierbei ist zu 100% auf Kontraindikationen zu achten, welche zum einen medizinische und zum anderen aber auch juristische Aspekte berücksichtigen. Generell wird niemand in hypnotische Trance versetzt, welcher unter psychischen Störungen bzw. an einer psychischen Krankheit leidet.

Selbstverständlich ist auch darauf zu achten, wieviel der Klient raucht. Falls ein Klient pro Tag 40 Zigaretten (2 Schachteln) „verdrückt“, welches absolut keine Seltenheit ist, liegt bei einer radikalen Rauchentwöhnung die Wahrscheinlichkeit von starken Entzugserscheinungen nahe. Hier empfiehlt sich logischerweise eine stufenweise Entwöhnung. Für eine stufenweise Entwöhnung sind zwar ein bis zwei Sitzungen mehr nötig, macht aber unter gegebenen Umständen auf alle Fälle mehr Sinn und ist auch eher von Erfolg gekrönt als eine „Radikalkur“.

Da starkes Rauchen meistens mit dementsprechendem Alkoholkonsum einhergeht, gestaltet sich bei einer gewissen „Trinkfestigkeit“ eine Hypnose als sehr schwierig.

Bei Schwangeren ist eine hypnotische Rauchentwöhnung sehr kritisch zu hinterfragen. Wenn Hypnose überhaupt, dann nur mit dementsprechenden Fachpersonal (Gynäkologen, Hebammen etc.) im Behandlungszimmer.

Oberste Priorität bei den Voraussetzungen für eine Rauchentwöhnung ist und bleibt der eigene freie Wille, mit dem Rauchen aufzuhören. Sobald der Klient extern dazu angehalten wird, stehen die Chancen für eine erfolgreiche Rauchentwöhnung bei Null.

Auch sollten sämtliche Raucher-Accessoires wie Aschenbecher, Feuerzeuge etc. aus dem unmittelbaren Umfeld des Klienten entfernt werden. Zusätzlich sollten die ersten drei Tage nach der Hypnose ein Zusammentreffen mit Rauchern möglichst vermieden werden. Das Unterbewusstsein braucht ungefähr 72 Stunden, um die neuen Suggestionen zu verarbeiten, indem es die neuen Verknüpfungen im Gehirn erstellt und stabilisiert.

Um eine erfolgreiche Rauchentwöhnung weitgehendst zu realisieren, empfehlen wir eine dreiteilige Sitzung, jeweils im Abstand einer Woche. Sollte es nach dieser dreiteiligen Sitzung zu keinem signifikanten Erfolg kommen, gibt es eine vierte Sitzung unentgeltlich dazu.

In der ersten Sitzung wird eine umfangreiche, präzise Anamnese durchgeführt. Anschließend wird Ihre Suggestibilität bzw. Trancefähigkeit getestet und gegebenenfalls eine Blockadelösung vorgenommen.

In der zweiten Sitzung wird in jedem Falle eine Blockadelösung durchgeführt, um für das Unterbewusstsein sämtliche Hindernisse für den Empfang der Suggestionen aus dem Weg zu räumen. Anschließend beginnt die eigentliche Rauchentwöhnung, dessen Suggestionstext individuell aufgrund des korrekt ausgefüllten Anamnesebogens in das Unterbewusstsein gepflanzt wird.

In der dritten Sitzung wird primär wieder eine Blockadelösung durchgeführt und die anschließende Rauchentwöhnung als „Nachbrenner“ suggeriert.

Diese Vorgangsweise hat sich bisher als sehr erfolgsversprechend herauskristallisiert.

Falls es dann doch noch zu einer vierten Sitzung kommen sollte, weil sich der Erfolg der Rauchentwöhnung „partout“ nicht einstellen will, können die Ursachen multikausal sein. Hier kann es hin und wieder vorkommen, dass wir regressiv arbeiten müssen, um die Ursachen für das Rauchen bzw. Kompensieren zu ermitteln. Das heißt, dass wir hier bis in die früheste Vergangenheit des Klienten zurückgehen müssen, da eventuell dort durch psychisch stark belastete Erfahrungen der Schlüssel zur Problemlösung liegt.

Wenn Sie an einer hypnotischen Rauchentwöhnung interessiert sind, kontaktieren Sie uns.

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Blockadenlösung

Mauer1Eine Blockade ist eine Sperre, ein Hindernis oder auch Barriere, welche beispielsweise die Wahrnehmung des Erlebens stark be- bzw. verhindern und den inneren Energiefluss blockieren bzw. stark beeinträchtigen kann. Somit können Blockaden negative Einflüsse auf das vegetative Nervensystem haben und eine psychosomatische Symptomatik und kontraproduktive Handlungen erzeugen.

Oftmals sitzen tief im Unterbewusstsein unverarbeitete negative Erfahrungen, erlernte und/ oder von anderen Personen falsch gesetzte Glaubenssätze bis hin zu verdrängten Traumata, welche für den behinderten, energetischen Fluss im Körper verantwortlich sind und konkrete Zielsetzungen entscheidend be- bzw. verhindern.

Nahezu jeder Mensch ist mit Blockaden oder Ballast behaftet, welchen das Unterbewusstsein loslassen sollte, um bestimmte Ziele zu erreichen. Es gilt also diese Blockaden aufzulösen, loszulassen, zu durchbrechen bzw. zu beseitigen.

Solch eine Sitzung für eine Blockadenlösung kann hin und wieder spontane emotionale Reaktionen hervorbringen. Es können Dinge aus dem Unterbewusstsein hervorbrechen, welche eben nur im Unterbewusstsein gespeichert und deshalb nicht vorhersehbar bzw. prognostizierbar sind. Dies ist aber im Wesentlichen auch nicht schlimm. In diesem Falle lässt der Hypnotiseur den Klienten selbst entscheiden, ob er die Sitzung fortsetzen möchte oder nicht.

Hauptsächlich wird bei einer Blockadelösung suggestiv gearbeitet, d.h., der Hypnotiseur bzw. Hypnotherapeut ebnet mittels einer kleinen Phantasiereise den Weg bis zur eigentlichen Blockadenlösung. An diesem Punkt überlässt der Hypnotiseur dem Unterbewusstsein selbst, eigene Lösungswege zu entwickeln, welches es in der Regel auch tut. Aus diesem Grund ordnet man ein solches Vorgehen der selbstorganisierten Hypnose zu.

Es ist eigentlich selbsterklärend, dass eine Blockadenlösung nahezu vor jeder Hypnoseanwendung durchgeführt wird. Somit soll weitgehendst sichergestellt werden, dass die Anwendung ungehindert im Unterbewusstsein seine Wirkung entfalten kann. Das bedeutet, dass nach jeder Hyopnoseeinleitung zuerst einmal eine Blockadenlösung eingebaut wird, bevor es beispielsweise zur Anwendung einer Rauchentwöhnung oder Gewichtsreduktion kommt. Dies steigert die Chancen des Erfolgs signifikant.

Selbstverständlich kann man bei uns auch eine reine Blockadenlösung buchen, ohne diese in Verbindung einer weiteren Anwendung zu bringen. Klicken Sie bitte dafür hier.

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Entspannungshypnose

alternative massage in bamboo garden on water

Hauptsächlich dient eine Entspannungshypnose der körperlichen Entspannung, Stressabbau und Regeneration. Mit der Entspannungshypnose wurden zum Teil sehr signifikante, heilsame Wirkungen auf psychische Vorgänge erzielt. Psychische Krisen konnten mit dieser hypnotischen Anwendung oftmals sehr gut bewältigt werden.

Generell macht man hier niemals etwas verkehrt. Eine Entspannungshypnose so richtig zum Abtauchen und dem Alltag entfliehen ist unersetzlich. Sie ist vor allem für jeden Klienten etwas. Eine Stunde, welche einem wie eine Ewigkeit vorkommt, ganz für sich allein – in einer Oase der Ruhe, Harmonie und Geborgenheit. Dies ist in dieser leistungsorientierten Welt, welche dringend der Entschleunigung bedarf, für viele Menschen ein Luxus geworden.

In diesen 60 Minuten tankt man Energie, Kraft und Vitalität in besonders effektiven, hypnotischen Sprachmustern nach Milton Erickson, welche in den meisten Fällen als Phantasiereise suggeriert wird.

Wir haben aber auch die Entspannungshypnose sehr erfolgreich im Anschluss einer sehr schwierigen und anstrengenden Regressions– bzw. Rückführungssitzung und in Verbindung einer Blockadenlösung durchgeführt. Wenn es der Klient wünscht, bauen wir die Entspannungshypnose auch in eine Rauchentwöhnungssitzung oder auch Gewichtsreduktionssitzung ein – ganz nach Belieben.

Grundsätzlich ist es ein Trugschluss zu glauben, dass eine hypnotische Trance nur unter Entspannung möglich sei. Oftmals kursiert die Meinung, dass Hypnose selbst schon Entspannung sei und deshalb Hypnose ohne Entspannung von vorn herein ausschließt. Spätestens seit dem Praktizieren der Sporthypnose, welche unter Umständen unmittelbar während der sportlichen Aktivität stattfindet, wissen wir, dass Entspannung für eine hypnotische Trance nicht notwendig ist. Dies sei hier nur mal am Rande erwähnt.

Eine Entspannungshypnose bei uns dauert etwa 50 – 60 Minuten. Für weitere Informationen bzw. eine Buchung nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf. Klicken Sie dafür bitte hier.

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Hypnose – Was ist das?

Hypnose mit Armlevitation Quelle: fotolia/ Hetizia ChLesjak
Hypnose mit Armlevitation
Quelle: fotolia/ Hetizia ChLesjak

Eine wirkliche Definition in seiner Urbedeutung gibt es genaugenommen nicht, da Hypnose in seinen Grundfesten noch gar nicht so umfassend erforscht worden ist. Die Mechanismen des Unterbewusstseins können nicht präzise genug interpretiert werden, da viele Erkenntnisse noch auf zu vielen Hypothesen gestützt sind.

Fest steht jedoch, dass es sich hierbei um einen veränderten Bewusstseins- oder Gehirnaktivitätszustand handelt, welcher recht unterschiedliche Ergebnisse bzw. Reaktionen hervorbringen kann.

Einen Hype bzw. eine Renaissance lebte um die Jahrhundertwende 1900 auf, welche als Neugeist-Bewegung bekannt wurde. Der wohl populärste Vertreter dieser Neugeist-Bewegung, Charles Francis Haanel, machte mit seinem um 1912 erschienenen Werk „The Master Key System“ Schlagzeilen. Hier beschrieb er, wie man mittels Meditation und Selbsthypnose in der Lage ist, sein Leben in die gewünschten Bahnen zu lenken. Dieses Werk, welches seinerzeit als wöchentlicher Briefkurs vor allem bei Studenten großen Anklang fand, lieferte für Rhonda Byrne die Grundlage für ihren Dokumentarfilm „The Secret“, welcher sich vorwiegend in der Esoterikszene größter Beliebtheit erfreute.

Leider wird Hynose zu Unrecht der Esoterik zugeordnet und allzuoft in die Okkultismus-Ecke gedrängt, als Scharlatanerie und Schwindel abgetan. Dabei erleben wir ständig hypnoseähnliche Zustände, welche wir als solche meistens bewusst gar nicht erkennen. Beispielsweise beim Autofahren. Wie oft sind wir in Gedanken versunken und schwelgen darin. Dies ist beispielsweise ein hypnotischer Zustand. Plötzlich ist man am Ziel und weiss überhaupt nicht, wie die Fahrt bis zum Ziel verlaufen war. Das Unterbewusstsein hat die Steuerung komplett übernommen. Schalten, kuppeln, blinken usw. waren voll automatisiert. Selbst an entgegenkommende Autos können wir uns nicht mehr erinnern. Manchmal kommen wir während der Fahrt wieder zu uns und brauchen erst mal einige Sekunden, um unseren momentanen Ort zu lokalisieren, obwohl wir die Strecke täglich fahren und sie kennen wie unsere eigene Westentasche. Ein klarer Indiz dafür, dass unser Tun und Handeln zu 99% vom Unterbewusstsein gesteuert wird. In dieser Tatsache liegt die Chance der Hypnose, falsche Glaubenssätze und sonstige Überzeugungen wieder in positive Richtungen zu lenken.

Auch die Showhypnose hat für die eine oder andere Voreingenommenheit gesorgt. Meinungen wie totaler Kontrollverlust, Willenlosigkeit und gnadenloses Ausgeliefertsein sorgen für einen negativen Anstrich der Hypnose. Sicherlich hat die Showhypnose zu Demonstrationszwecken seine Daseinsberechtigung, ohne ethische Grundsätze zu verletzen.

Nichtsdestotrotz ist und bleibt Hypnose ein besonderer Bewusstseinszustand, welcher vom entspannten Wachsein bis zum tiefsten, erinnerungslosen „Schlaf“ reicht. Fokussierung und Denken sind nach innen gelenkt. Hypnose ist definitiv kein Schlaf. Da Schlaf dem hypnotischen Zustand sehr ähnlich ist, wird der Begriff „Schlaf“ von vielen Hypnotiseuren zum besseren Verständnis der Allgemeinheit dennoch benutzt. Die Hypnose ist ein Werkzeug, mit welchem man unterbewusste Möglichkeiten verändern kann, denn mit ihr kann man besonders gut mit dem Unterbewusstsein kommunizieren.

Prinzipiell läuft eine Hypnose immer nach dem selben Schema ab: Einleitung bzw. Tranceinduktion > Vertiefung > Anwendung > Ausleitung. Hypnose regt die Vorstellungskraft des Hypnotisanden an, um somit die jeweilige Anwendung (z.B. Entspannungshypnose, Blockadenlösung etc.) mit den entstehenden inneren Bildern zu realisieren.

Dirk Treusch, einer der bekanntesten und populärsten Hypnosecoaches und -trainer Deutschlands, interpretierte eine recht interessante Definition von Hypnose, welche eine amerikanische Regierungsbehörde (U.S. Department Of Education) ins Leben rief:

Hypnosis is the bypass of the critical factor of the conscious mind and the establishment of acceptable selective thinking.

Dirk Treuschs Interpretierung dieser Definition, welche man wortwörtlich nicht übersetzen kann lautet:

Durch Hypnose werden solche Sichtweisen ins Unterbewusstsein eingebracht, die für den Hypnotisierten akzeptabel sind. Sind diese Gedanken akzeptabel, passieren sie mit Hilfe der Hypnose den oben beschriebenen Kritischen Teil des Bewusstseins und gelangen direkt ins Unterbewusstsein. Dort können sie auf eine sichere und effektive Art unsere Gewohnheiten und z.B. Glaubenssätze über uns selbst positiv verändern.

Aus dieser Definition ist ersichtlich, dass Hypnose gegen den Willen nicht möglich ist.

(mit freundlicher Genehmigung von Dirk Treusch)

Ausgerechnet der letzte Satz von Dirk Treuschs Interpretierung sollte eigentlich mit diversen Vorurteilen aufräumen, da dies in der Vorstellung der meisten Menschen das größte Hindernis für die Akzeptanz der Hypnose als seriöse, nützliche und effektive Behandlungsform darstellt. Paradoxerweise wird oft der Esoterik, aber auch der Scharlatanerie mehr Bedeutung beigemessen als der Wissenschaft. Glücklicherweise leben wir heutzutage im Zeitalter der Aufklärung, sodass einem Umdenken auch in Richtung der Grenzwissenschaften und der theoretischen Wissenschaften der Weg geebnet ist.

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