Regression/ Rückführung

Regression/ Rückführung

Hier handelt es sich um eine besondere Form der Psychotherapie, welche ihre Wurzeln in den ältesten spirituell-philosophischen Weltanschauungen hat. Die moderne Psychologie, welche unter anderem deterministisch bzw. zwingend auf der klassischen tiefenpsychologischen Psychotherapie basiert, macht sich dieses uralte Wissen zu Nutze.

Viele unerklärliche Phänomene wie chronische Kopfschmerzen, für die es keine medizinische Erklärung gibt und auch nicht nachweisbar sind, können ihre Ursachen bzw. Entstehung in der frühesten Kindheit oder in vergangenen Leben haben. Oftmals ist es dann so, dass das Erleben der Ursache des Gebrechens, ob assoziativ (man erlebt es sozusagen vollkommen selbst) oder dissoziativ (man betrachtet sich selbst von außen wie man im Kino einen Film betrachtet) zu einer Auflösung des Gebrechens führt.

Wie das detailgenau geschieht, ist momentan nicht erforscht und somit noch nicht bekannt. Wie bei vielen Phänomenen, welche aus der Parapsychologie bekannt sind, sucht man verstärkt die Erklärungsansätze in der Quantenmechanik. Aber auch in anderen Bereichen existieren diverse Erklärungsansätze.

Die allererste und allgemein akzeptierteste Erklärung ist wohl die Hypothese der Seelenwanderung, bei welcher die Seele nach dem Zeitpunkt des Todes ins Jenseits wandert, um von dort einen neuen Körper zu finden. In diesem neuen Leben eröffnen sich neue Chancen und Möglichkeiten, höheres Wissen und mehr Reife zu erlangen. Im Hinduismus geht man weiterhin davon aus, dass die Qualität dieses neuen Lebens von der Ethik des letzten Lebens abhängt – sprich: Hatte man ein sehr leidvolles, entbehrungsreiches, schicksalgebeuteltes Leben, so wird man im nächsten Leben mit dem genauen Gegenteil belohnt bzw. entschädigt. Somit ist auch das Kastenverhalten der Hindus erklärbar. Je besser das Leben, umso höher die Kaste (gesellschaftlicher Status). Dies sollte als grober Umriss genügen.

Des Weiteren existiert die Vorstellung, dass ein Leben nach dem Tode ein anderes Leben anstößt, wie bei einem Billardspiel. Das bedeutet, dass es sich nicht um die selbe Seele handelt. Hier geht es eher um eine deterministisch-logisch orientierte Abfolge von unterschiedlichen Leben. Diese Vorstellung ist insbesondere im Buddhismus zu finden. Hierzu heißt es in der Milindapanha, einem der buddhistischen Schule des Theravada zugeordneten Pali-Text (4. bis 5. Jahrhundert):

„Wieso aber, o Herr, kann es Wiedergeburt geben ohne eine Seelenwanderung? Erkläre mir dies.
Wenn zum Beispiel, o König, ein Mann eine Lampe an einer anderen Lampe anzündet, würde da wohl das Licht der einen Lampe zur anderen Lampe hinüberwandern?“
Nicht doch, o Herr.
Ebenso auch, o König, wird man wiedergeboren, ohne daß dabei irgend etwas hinüberwandert.“

                                                                                                                                                                      (Nagasena: Mil. 3.2.5. Wiedergeburt ohne Seelenwanderung)

Außerdem basiert eine Hypothese von Rupert Sheldrake auf einem morphogenetischen Feld, welche er im Jahre 1981 aufstellte und sich mit Carl Gustav Jungs Hypothese vom Kollektiven Unbewussten weitgehendst kongruent verhält. In diesem einer Art allwissenden Bewusstseinsfeld sind sozusagen diverse Erinnerungen sämtlicher Seelen enthalten, welche beim Anzapfen unter Hypnose an die Oberfläche geholt werden können. Dies bedeutet allerdings auch, dass die Erinnerungen an frühere Leben nicht zwangsläufig der eigenen Seele zuzuschreiben sind. Diese können sehr wohl zum eigenen Leben passen, da das Unterbewusstsein sich die Leben anderer Seelen nach logischen Aspekten aussucht.

Erklärungsansätze gibt es wie Sand am Meer. Wie die Erklärungsansätze auch aussehen mögen, Fakt ist, dass mit Regression, Rückführung und Reinkarnationstherapie nachweislich Ängste, Phobien, Krebs, Ausschläge u.v.m. geheilt wurden. Diese Tatsachen legen zwingend den Verdacht nahe, dass karmische Lasten wie z.B. traumatische Erlebnisse, ins nächste Leben übertragen werden.

Wir haben bei unseren Klienten mitunter die eine oder andere recht spektakuläre Erfahrung gemacht, welche sogar diverse Charaktereigenschaften erklärten. Dies war von dem Aspekt her ungewöhnlich, da z.B. Erfolglosigkeit, Armut usw. vorherrschten, obwohl der Klient von Kind an auf Selbstdisziplin, Taktgefühl, Persönlichkeitsstärke, Zielorientierung, Resilienz (psychische Widerstandskraft) usw. konsequent erzogen wurde und nicht den Eindruck erweckte, dies in der Kindheit als belastend zu empfinden. Ganz im Gegenteil, die Kindheit verlief glücklich.

Natürlich lässt sich nicht leugnen, dass solche Erklärungsansätze äußerst weit hergeholt und esoterisch wirken. Aber die Vergangenheit hat schon oft bewiesen, dass man die scheinbar logische, nüchterne, objektive Wissenschaft, die Esoterik und sonstige spirituell-philosophischen Strömungen schon längst nicht mehr trennen kann.
Wissenschaft ohne Religion ist lahm. Religion ohne Wissenschaft ist blind.

Albert Einstein (1993: Duden Zitate und Aussprüche, ISBN 3411041218, Seite 690 Duden Verlag)

Anton Zeilinger, seines Zeichens einer der renommiertesten Quantenphysiker unserer Zeit, äußert sich folgendermaßen:

Eines der interessantesten Phänomene der Quantenphysik ist die Verschränkung. Sie besagt, dass zwei (oder auch mehr) Quantenteilchen auf viel engere Weise miteinander zusammenhängen können, als dies nach der klassischen Physik möglich ist. Eine Messung an einem Teilchen ändert sofort den Quantenzustand des anderen, unabhängig von der Entfernung zwischen beiden. Diese Zusammenhänge können nicht durch Eigenschaften, die diese Teilchen lokal für sich selbst tragen, erklärt werden.

Anton Zeilinger, Einsteins Spuk (ISBN-13: 978-3570006917)

Unterm Strich bedeutet das, dass nichts unmöglich ist. Nichtsdestotrotz sollte man bei aller Begeisterung für das Thema mit einem gewissen Respekt der Rückführung begegnen. Bei einer Rückführung können ohne diverse Sicherheitsvorkehrungen in den Suggestionen mitunter Re-Traumatisierungen durch das nochmalige Durchleben des einstigen Traumas hervorgerufen werden. Um dies zu vermeiden, erfordert es vom Hypnotiseur/ Hypnotherapeuten eine gewisse weise Voraussicht in der Entwicklung des Regressionserlebens des Klienten, Fingerspitzengefühl und Erfahrung.

Suggestiv muß für den Klienten eine Atmosphäre der absoluten Sicherheit geschaffen werden. Er muß sich absolut sicher sein, dass ihm beim Durchleben bzw. Herantasten an das negative Ereignis absolut nichts passieren kann – totale Kontrolle des vermeintlichen Risikos.

Nur so bekommt man einen ungetrübten Einblick in das momentane Disaster bzw. in den negativen Glaubenssatz des Klienten, um jenen in der Gegenwart aufzulösen. Bei allem Enthusiasmus für die Erfolgschancen sollte man bedenken, dass ein gewisser False-Memory-Effect auftreten kann. Dabei handelt es sich um konstruierte Erinnerungen vom Unterbewusstsein, die mit dem tatsächlichen Geschehen nichts zu tun haben. Das kann beispielsweise aus Selbstschutz eintreten und/ oder der Klient hat das Geschehen zu dissoziativ betrachtet.

Wenn das Unterbewusstsein des Klienten mehr assoziativ arbeitet, ist die Chance auf eine unverfälschte Erinnerung höher und somit auch die Erfolgschance auf eine Auflösung des negativ gesetzten Glaubenssatzes eher wahrscheinlich.

Selbstverständlich birgt die Regression bzw. Rückführung noch viel mehr Möglichkeiten für die Behandlung bzw. Therapie von Klienten als die Ursachenforschung bei Problemen, deren Ursprung in der frühesten Vergangenheit des momentanen Lebens oder in früheren Leben stattfanden.

Sie findet auch in der Kriminalpsychologie ihre Anwendung. Somit konnten Tathergänge und Verbrechen rekonstruiert und aufgeklärt werden, welche unmöglich mit den herkömmlichen, konventionellen Mitteln hätten aufgedeckt werden können. Eines der populärsten Beispiele, welche auch durch die Medien gingen, ist wohl der spektakuläre und vor allem tragische Verkehrsunfall auf der A5 nördlich von Karlsruhe Richtung Frankfurt am 14. Juli 2003, bei welchem eine 21-jährige Mutter mit ihrer 2-jährigen Tochter den Tod fanden.

Hierzu wurden in Karlsruhe bei den kriminaltechnischen Untersuchungen in diversen Verhören Zeugen vernommen, dessen Ergebnisse zunächst nicht von Erfolg gekrönt waren. Erst nach einer diversen Regressionssitzung eines Zeugen konnten bestimmte Bereiche des Nummernschildes und Teile des unfallverursachenden Fahrzeugs rekonstruiert werden, welche zum wahren Unfallverursacher führten – nämlich zum Testfahrer  von Mercedes.

Da an diesem Tag zwei Testfahrer von Mercedes unterwegs waren, war zunächst nicht klar, welcher der beiden Testfahrer der Unfallverursacher war. Eindeutige Hinweise auf die Auspuffanlage während der Regressionssitzung einer der Zeugen führten letztendlich zum Geständnis des Schuldigen, nachdem er mit den Ergebnissen konfrontiert wurde.

Des Weiteren wird die Regression/ Rückführung auch in der Hypnoanalyse erfolgreich angewandt, um gegenwärtigen Problemen von Klienten auf dem Grund zu gehen. Es ist nur logisch und selbsterklärend, dass diese Art der Hypnosebehandlung in seinen Anwendungsmöglichkeiten schier unbegrenzt und mit anderen Hypnosebehandlungen kombinierbar ist.

Solch eine Sitzung kann durchaus mehr als 2 Stunden dauern. Deshalb sollten Sie sich bei einer Entscheidung für eine solche Sitzung für diesen Tag keinen weiteren Termin einräumen.

Hier ist ein recht beeindruckender Fernsehbericht über eine Reinkarnationssitzung, in welcher eine Klientin als Reinkarnation der heiligen Elisabeth, die Historie ebendieser Person und die baulichen Gegebenheiten ihrer Wirkungsstätte lückenlos wiedergeben kann: