Rauchentwöhnung

Rauchentwöhnung

Von allen Hypnoseanwendungen ist die Rauchentwöhnung die wohl am meisten praktizierte. Grob „über den Daumen gepeilt“ stehen die Erfolgschancen für ein rauchfreies Leben bei 85% und besitzt somit in der Statistik für erfolgreiche Hypnoseanwendung einen sehr hohen Stellenwert.

Um diese Erfolgschancen kontinuierlich beizubehalten, bedarf es zwingend einiger Voraussetzungen, welche sorgfältig eingehalten werden müssen.

Zu allererst sollte eine absolut präzise Anamnese durchgeführt werden. Hierbei ist zu 100% auf Kontraindikationen zu achten, welche zum einen medizinische und zum anderen aber auch juristische Aspekte berücksichtigen. Generell wird niemand in hypnotische Trance versetzt, welcher unter psychischen Störungen bzw. an einer psychischen Krankheit leidet.

Selbstverständlich ist auch darauf zu achten, wieviel der Klient raucht. Falls ein Klient pro Tag 40 Zigaretten (2 Schachteln) „verdrückt“, welches absolut keine Seltenheit ist, liegt bei einer radikalen Rauchentwöhnung die Wahrscheinlichkeit von starken Entzugserscheinungen nahe. Hier empfiehlt sich logischerweise eine stufenweise Entwöhnung. Für eine stufenweise Entwöhnung sind zwar ein bis zwei Sitzungen mehr nötig, macht aber unter gegebenen Umständen auf alle Fälle mehr Sinn und ist auch eher von Erfolg gekrönt als eine „Radikalkur“.

Da starkes Rauchen meistens mit dementsprechendem Alkoholkonsum einhergeht, gestaltet sich bei einer gewissen „Trinkfestigkeit“ eine Hypnose als sehr schwierig.

Bei Schwangeren ist eine hypnotische Rauchentwöhnung sehr kritisch zu hinterfragen. Wenn Hypnose überhaupt, dann nur mit dementsprechenden Fachpersonal (Gynäkologen, Hebammen etc.) im Behandlungszimmer.

Oberste Priorität bei den Voraussetzungen für eine Rauchentwöhnung ist und bleibt der eigene freie Wille, mit dem Rauchen aufzuhören. Sobald der Klient extern dazu angehalten wird, stehen die Chancen für eine erfolgreiche Rauchentwöhnung bei Null.

Auch sollten sämtliche Raucher-Accessoires wie Aschenbecher, Feuerzeuge etc. aus dem unmittelbaren Umfeld des Klienten entfernt werden. Zusätzlich sollten die ersten drei Tage nach der Hypnose ein Zusammentreffen mit Rauchern möglichst vermieden werden. Das Unterbewusstsein braucht ungefähr 72 Stunden, um die neuen Suggestionen zu verarbeiten, indem es die neuen Verknüpfungen im Gehirn erstellt und stabilisiert.

Um eine erfolgreiche Rauchentwöhnung weitgehendst zu realisieren, empfehlen wir eine dreiteilige Sitzung, jeweils im Abstand einer Woche. Sollte es nach dieser dreiteiligen Sitzung zu keinem signifikanten Erfolg kommen, gibt es eine vierte Sitzung unentgeltlich dazu.

In der ersten Sitzung wird eine umfangreiche, präzise Anamnese durchgeführt. Anschließend wird Ihre Suggestibilität bzw. Trancefähigkeit getestet und gegebenenfalls eine Blockadelösung vorgenommen.

In der zweiten Sitzung wird in jedem Falle eine Blockadelösung durchgeführt, um für das Unterbewusstsein sämtliche Hindernisse für den Empfang der Suggestionen aus dem Weg zu räumen. Anschließend beginnt die eigentliche Rauchentwöhnung, dessen Suggestionstext individuell aufgrund des korrekt ausgefüllten Anamnesebogens in das Unterbewusstsein gepflanzt wird.

In der dritten Sitzung wird primär wieder eine Blockadelösung durchgeführt und die anschließende Rauchentwöhnung als „Nachbrenner“ suggeriert.

Diese Vorgangsweise hat sich bisher als sehr erfolgsversprechend herauskristallisiert.

Falls es dann doch noch zu einer vierten Sitzung kommen sollte, weil sich der Erfolg der Rauchentwöhnung „partout“ nicht einstellen will, können die Ursachen multikausal sein. Hier kann es hin und wieder vorkommen, dass wir regressiv arbeiten müssen, um die Ursachen für das Rauchen bzw. Kompensieren zu ermitteln. Das heißt, dass wir hier bis in die früheste Vergangenheit des Klienten zurückgehen müssen, da eventuell dort durch psychisch stark belastete Erfahrungen der Schlüssel zur Problemlösung liegt.

Wenn Sie an einer hypnotischen Rauchentwöhnung interessiert sind, kontaktieren Sie uns.

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